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Stammzellengewinnung aus Nabelschnurblut



Die Zeit der Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit für jede werdende Mutter und jeden werdenden Vater. Neben großer Vorfreude ist bei vielen Eltern diese Zeit auch von Sorgen um die Zukunft geprägt. Nicht nur die bevorstehende Entbindung spielt die zentrale Rolle. Die meisten werdenden Eltern machen sich auch Gedanken um die weitere Zukunft ihres Kindes. Und dabei tauchen auch Fragen auf, die sich mit der Gesundheit ihres Kindes beschäftigen und wie man optimale Vorsorge für eventuell auftretende Krankheiten treffen kann. Dabei ist die finanzielle Vorsorge nur ein Aspekt unter vielen.

Zunehmend macht eine ganz andere Art der medizinischen Vorsorge von sich reden, die noch vor ein paar Jahren nach Utopie geklungen hat. Heute ist es möglich, durch Einfrieren Blut aus der Nabelschnur des Kindes für viele Jahre zu konservieren. „Wozu soll das gut sein?“ werden sich nicht wenige Leser fragen. Nun, dass Blut ein ganz besonderer Saft ist, wusste schon der alte Goethe. Welch riesiges Potential sich wirklich darin verbirgt und ganz besonders in dem Nabelschnurblut eines Babys, das konnte damals keiner ahnen und auch heute sind wir erst am Beginn einer hoffnungsvollen Forschung.

schlafendes Baby

Nabelschnurblut enthält so genannte adulte Stammzellen. Stammzellen sind Körperzellen, die noch nicht spezialisiert sind. Das bedeutet, dass diese Zellen sich zu ganz verschiedenen Körperzellen entwickeln können. Eine fertige Körperzelle, sagen wir z.B. eine Muskelzelle, kann bei ihrer Teilung immer nur eine Muskelzelle hervorbringen. Stammzellen sind da wesentlich vielseitiger. Sie können sich in bis zu 200 verschiedene Zelltypen entwickeln, je nach dem, was gerade vom Körper gebraucht wird. Ganz besonders wandlungsfähig sind die so genannten embryonalen Stammzellen. Mit ihnen darf nach deutschem Gesetz aber nur nach ganz strengen Richtlinien geforscht werden. Die Gewinnung embryonaler Stammzellen bedingt nämlich das Absterben des Embryos. Daher setzen die Ethikkommissionen, völlig zu recht, extrem hohe Maßstäbe und Hürden, um Missbrauch zu verhindern.



Aber auch die adulten Stammzellen besitzen noch eine hohe Wandlungsfähigkeit, die sich die Medizin zu Nutzen machen kann, um bei bestimmten Krankheiten mittels Stammzellentransplantation zu helfen. Und diese Zellen kann man ohne jedes Risiko gewinnen. Eine Möglichkeit an diese Zellen zu gelangen ist die, das Blut unmittelbar nach der Geburt nach Abklemmen und Durchtrennen der Nabelschnur aus dieser zu gewinnen. Danach wird das Blut in einer speziellen Art von Blutbank aufbereitet und aufbewahrt und steht über Jahre hinweg im Bedarfsfall zur Verfügung.

Stammzellentransplantationen haben sich schon bei der Therapie einigen Erkrankungen, besonders bei Leukämie und anderen Krebsformen als sehr erfolgreich erwiesen. Für die Zukunft werden Therapiemöglichkeiten bei vielen anderen, schwerwiegenden Erkrankungen erwartet. Allerdings ist Vieles erst im Anfangstadium der Entwicklung und wird erst in einigen Jahren zu greifbaren Ergebnissen führen. Da Nabelschnurblut aber durchaus mehr als 20 Jahre aufbewahrt werden kann, bietet sich hier eine, für Mutter und Kind, völlig risikofrei Möglichkeit, Vorsorge zu treffen.